Verkürzte Reihen

Könnte Frau mal brauchen für: 

 

-       Sockenfersen

-       zur Formung der Schulterpassform 

-       als Design Element.

 

Verkürzte Reihen – puh, habe ich schon ausprobiert und mir im Internet einen Wolf gesucht, wie es am besten geht. Unendlich viele Möglichkeiten,  die ich Euch hier gerne aufzeigen möchte – sollte ich welche vergessen haben, meldet Euch bitte:

 

Die „ich dreh einfach mal um“ Methode:

Ganz pragmatisch, strickt man dort, wo man mehr Reihen benötigt einfach ein paar mal hin und her, d.h. wendet das Strickstück, obwohl die Reihe noch nicht zu Ende ist und hat auf der linken Nadel immer ein paar Maschen, die da einfach rumliegen. Wichtig hierbei ist nur, daß man nicht immer an derselben Stelle wendet, aber das sagt uns meistens die Anleitung – auch wie viele Reihen wir mehr brauchen. Haben wir die alle beisammen, stricken wir die gesamte Reihe einfach geradeaus bis zum Ende. Aber, unsere nicht beachteten Maschen rächen sich – an den Wendestellen gibt es Löcher. Wenn man sie nicht als Designelemente haben möchte, gibt es so einige Methoden, die Löcher verschwinden zu lassen.  Die einfachste, ist die erste Masche nach dem Wenden abzuheben und fest anzuziehen – hat sich bewährt bei verschiedenen Varianten der Sockenfersen.  

 

Verkürzte Reihen mit Umschlag

 

Oder aber Ihr macht nach dem Wenden einen Umschlag, der dann in der Rückreihe mit der Wendemasche zusammen gestrickt wird.  

 

Doppelmaschen – Drehen und Ziehen

 

Nach dem Wenden legt Ihr den Arbeitsfaden über die rechte Nadel und zieht ihn an, bis die Wendemasche kippt.  Dadurch entsteht eine Doppelmasche, die in der Rückreihe wie eine normale Masche abgestrickt wird. Video hiervon elizzza

 

Wickeln und Wenden – die Wrap and Turn Methode

 

Die Masche wird nach der eigentlichen Wendestelle mit dem Arbeitsfaden umwickelt. In der Folgereihe wird der Wickel dann mit der Masche zusammengestrickt – 2. Variante in diesem Video

Eunny Yang-Video)

 

Die japanische Methode

 

An der gewünschten Stelle wenden und dann die erste Masche nach dem Wenden abheben, dabei den Arbeitsfaden markieren. In der Rückreihe nehmt Ihr den markierten Arbeitsfaden wieder auf und strickt ihn mit der Wendemasche zusammen. Total einfach auf der rechten Seite.  Auf der linken Seite muß die markierte Masche erst mit der Masche, mit der sie zusammengestrickt werden soll, getauscht werden. 

 

Wenn Ihr mal in Youtube nach Eunny Yang sucht, findet Ihr ganz gute Beispiele - allerdings in Englisch - für das Arbeiten von verkürzten Reihen.

 


Hebemaschen

Ich weiß nicht warum, ich mag sie einfach und sie sind zum Stricken total einfach – also gut für Anfänger, machen schöne Muster mit wenig Aufwand, einfarbig oder mehrfarbig.

 

Eine Hebemasche (im engl. Slip Stitch) ist eine Masche, die nicht gestrickt, sondern nur von einer Nadel auf die andere gehoben wird. Je nach Anleitung sticht man in die Masche wie zum Linksstricken ein und hebt die Masche von der linken auf die rechte Nadel. Man kann auch wie zum rechtsstricken einstechen, dann wird sie aber nach normalem stricken in der Folgereihe zur verschränkten Masche. Generell kann in der Folgereihe eine Hebemasche links oder rechts gestrickt oder aber auch erneut einfach abgehoben werden. Dann solltet Ihr sie aber recht locker stricken, damit Ihr mehr Faden als Reserve habt.

 

Sehr schön (und total professionell, sind aber ganz einfach zu stricken) sehen die zweifarbigen Hebemaschenmuster aus. Der Farbwechsel findet immer nach zwei Reihen statt und je nach Muster wird die Masche nur abgehoben und nicht gestrickt. Das hier noch näher zu erklären, würde Euch nur verwirren. Am besten einfach mal ein Muster ausprobieren.


Perlen einstricken

Eingestrickte Perlen oder Pailletten geben Euren Strickteilen gleich einen Hauch von  Eleganz. Und die Variationen an Perlen, die im Internet angeboten werden, machen eine Entscheidung wirklich schwierig. Wichtig ist hier auf wasserfeste Eigenschaft zu  achten, damit beim Waschen Eures Lieblingsschals nichts abfärbt, auch die Größe  der Perlen spielt eine Rolle, damit sie entsprechend der Wollstärke auch eingearbeitet werden können und das Gewicht, damit nichts runtergezogen wird.

Aber hier geht es nicht um die Perlen an sich – darauf gehe ich ein anderes Mal ein -  sondern wie bekomme ich sie in den Schal. Dafür gibt es eigentlich nur zwei Methoden:

1. Einstricken über die Wolle

Für mich die einfachste und praktischste Methode. Ihr zieht einfach vor dem Stricken die Anzahl Perlen, die Ihr benötigt (zur Vorsicht vielleicht ein paar mehr zur Reserve, falls Ihr kein spezielles Muster mit verschiedenen Perlenfarben einstrickt) auf das Knäul Wolle (siehe Bilder), mit dem Ihr stricken wollt. Dafür zieht Ihr einen Faden durch eine Nähnadel, so daß eine Schlinge entsteht, führt den Anfang der Wolle dadurch, fädelt die Perlen auf die Nähnadel und schiebt sie vorsichtig auf Eueren Wollfaden. Dann nehmt Ihr wie gewohnt Eure Maschen auf und platziert die Perle dort, wo Ihr sie haben möchtet (idealerweisenicht direkt in der ersten Reihe). In der Hinreihe: Vor der Masche, wo die Perleplatziert werden soll, nehmt Ihr den Faden vor die Arbeit, hebt dann die Masche wie zum linksstricken ab, schiebt die Perle etwas nach vorne und strickt die nächste Masche ganz normal rechts. Die Perle liegt jetzt vor der abgehobenen Masche. Ihr müßt darauf achten, daß Ihr das nicht zu locker macht, sonst rutscht die Perle schonmal nach hinten auf die Rückseite des Gestrickten. Einstricken der Perlen in linke Reihen geht genauso, nur habt Ihr da den Faden sowieso schon vor der Arbeit.

 

2. Einstricken mit der Häkelnadel

Ist ein wenig flexibler, da Du Dir nicht vorher überlegen mußt, wie viel Perlen Du einstricken möchtest und die Perle sitzt fester und rutscht nicht nach hinten. Dauert

aber auch ein wenig länger, da Du den extra Schritt mit der Häkelnadel hast. Esfunktioniert wie folgt: D strickst bis vor die Masche, auf die du die Perle einstrickenmöchtest. Die Perle fädelst Du auf eine sehr dünne Häkelnadel, wobei eine 0,75Millimeter Filethäkelnadel am besten geeignet ist. Mit der Häkelnadel hebst Du die folgende Masche ab, dabei bleibt der Faden hinter der Arbeit bei einer rechten Masche, bei einer linke Masche natürlich vor der Arbeit. Dann ziehst du die abgehobene Masche mit der Häkelnadel durch das Loch in der Perle und gibst sie

damit auf die rechte Stricknadel, ohne sie abzustricken. Dann wird ganz normal weitergestrickt. Ich habe auch diese Variante getestet. Allerdings mit doppeltem Wollfaden - darüber bin ich fast wahnsinnig geworden. Ist aber auf jeden Fall mit normalem Faden eine Alternative.

Einstricken über die Wolle

Vorteile Nachteile
Die Perlen sind aufgeräumt und gleich alle bei der Hand. Man muß beim Stricken die Perlen immer wieder runterschieben.

Die Perlen sind gleich in der richtigen Reihenfolge.

Die Wolle könnte beim Verschieben der Perlen leiden.

Über die Häkelnadel

Vorteile Nachteile
Man kann die Perlen spontan einfügen. Geht nur ab einer bestimmten Größe, damit die Häkelnadel durchpasst

Man sieht die Perlen von beiden Seiten.

Man muß eine extra Häkelnadel kaufen
  Ist man mit dem Strickzeug unterwegs, muß man die Perlen immer extra mitnehmen

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